Pressemitteilungen

10.03.2017 Rechnungshof sieht schwarz

OZ vom 20.02.2017

19.12.2016 Nitrat-Klage: MV plant 200 neue Messstellen fürs Grundwasser

Nitrat-Klage

OZ vom 08.11.2016

19.12.2016 Stickstoffdünger belastet Grundwasser

Stickstoffdünger belastet Grundwasser

OZ vom 24.10.2016

27.08.2015 Zu viel Dünger: Trinkwasser in Gefahr

Zu viel Dünger

OZ vom 26.08.2015

03.06.2015 Die Kläranlage Lubmin

KA Lubmin Artikel

veröffentlicht im HUBER Report im April 2015

04.11.2009 Nitrat ist kein Gift

Leserbrief

In dem Artikel wird der irreführende Eindruck erweckt, dass die moderne Landwirtschaft weiträumig das Grundwasser mit Nitrat vergiftet. Nitrat kommt überall in der Natur vor, wo eine bakterielle Zersetzung von eiweißhaltigen Stoffen stattfindet. Nitrat NO3 ist kein Gift. Giftig ist allerdings das Nitrit, ein Abbauprodukt unter anaeroben Bedingungen. Vom normalen Erwachsenen wird nitrathaltiges Wasser auch vertragen. Gefährdet sind jedoch Säuglinge, Kranke und einige Tiere, die Nitrat mit ihrer Darmflora nicht abbauen oder zu Nitrit umwandeln. Die moderne Landwirtschaft düngt in der Regel den Boden nicht für die Versickerung ins Grundwasser, sondern dass die Pflanzen den Dünger aufnehmen. Für die Anreicherung des Brunnenwassers mit Nitrat kann nicht nur die Düngung mit mineralischen Düngern durch die Landwirtschaft verantwortlich gemacht werden. Häufig sind undichte häusliche Abwasserleitungen und Kläranlagen oder das Ausbringen von Gülle die Ursache. Aus der Geschichte ist bekannt, dass die privaten Brunnen auf Bauerngehöften durch ihre Nitratbelastung von Sickerwasser aus Jauchegrube und Misthaufen häufig Ursache für die Säuglingssterblichkeit waren. Es ist also bei der Anlage eines Brunnens genau zu prüfen, ob solche Belastungen auszuschließen sind. Für die untersuchten Brunnen sind die Ursachen für die Belastung zu suchen und nicht mit einem Pauschalurteil zu erklären.

schreibt Michael Hembus aus Ribnitz
(OZ vom 02.11.2009)

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